Sonntag, 7. Mai 2017

★ Die Festung am Rhein ★ Maria W. Peter ★


Autor: Maria W. Peter
Seiten: 607
Verlag: Bastei Lübbe
Formate: eBook & Taschenbuch

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Vorab
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Mein letzter historischer Roman ist schon eine ganze Weile her, aber mit diesem Buch fiel es mir leicht wieder in dieses Genre abzutauchen und die Geschichte zu genießen.
Und warum ich es überhaupt zur Hand genommen habe? Ich teile mir mit der Protagonistin den gleichen Vornamen. 

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Klappentext
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Eine gigantische Festung, ein teuflischer Verrat und eine verbotene Liebe
Coblenz, 1822: Hoch über der Stadt entsteht die preußische Feste Ehrenbreitstein. Als geheime Baupläne von dort verschwinden, wird Franziskas Bruder wegen Landesverrats verhaftet. Er soll die Pläne an die Franzosen verkauft haben – immerhin war ihr gemeinsamer Vater ein Offizier Napoleons. Um seine Unschuld zu beweisen, ist Franziska auf die Hilfe des strengen Leutnants Rudolph Harten angewiesen. Bei der Suche nach dem wahren Verräter kommen sich die beiden näher, als es sich für einen Preußen und eine Halbfranzösin gehört ...
Die Festung Ehrenbreitstein (erbaut 1817 bis 1828) thront bis heute hoch über Rhein und Mosel. Zum 200-jährigen Jubiläum der Festungsstadt Koblenz entwirft Maria W. Peter ein schillerndes Panorama der Rheinprovinz im 19. Jahrhundert. Preußische Disziplin trifft auf rheinische Lebensfreude.
(Quelle: luebbe.de)


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Cover & innere Gestaltung
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Mit diesem Cover wird ein wunderbares Gefühl für die Geschichte vermittelt und ich war dadurch perfekt eingestimmt.
Im hinteren Teil findet sich dann ein recht langes Nachwort, in dem die Autorin noch einmal einige Worte zum historischen Kontext verliert, gefolgt von einem Verzeichnis der historischen Figuren und weiteren interessanten und nützlichen Informartionen.

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Meinung
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Die Geschichte ist in fünf Abschnitt geteilt, die das Buch sehr gut einteilen und zur noch besseren Lesbarkeit beitragen. Während über alle Abschnitte die Hauptgeschichte vorlaufend erzählt wird, kommt zu Beginn jeweils noch ein kleiner Rückblick auf das Ende des Krieges, in dem Leutnant Hartens militärische Anfänge noch einmal etwas näher beleuchtet werden. Diese sind wirklich nicht schön, aber dennoch sprachlich sehr gut verpackt. Aber durch diese kurzen Rückblenden wird man wirklich noch ein Stück mehr für den Konflikt zwischen Preußen und Frankreich sensibilisiert. Allgemein ist das ganze Buch ausgesprochen gut  geschrieben, sehr spannend und gefühlvoll. Zu jeder Zeit konnte ich mich gut in die Figuren und Situationen hineinersetzen. Vor allem habe ich mit Franziska mitgelitten um ihren Bruder und mit ihr und dem Leutnant zusammen versucht die Geschichte aufzuklären.

Grundsätzlich geht es in der Geschichte nur darum, dass Franziska ihren Bruder dabei hilft, dass er nicht verurteilt wird. Allerdings ist dies gar nicht so einfach zu der damaligen Zeit, ganz davon abgesehen das sie eine Frau ist, weshalb noch schwieriger an (militärische) Informationen kommt. Es werden viele Thematiken aufgenommen und einfach ein, für mich, sehr umfassendes Bild der damaligen Zeit geschaffen.
So etwa wurde die Weltanschauung der Franzosen, aber vor allem die der Preußen sehr gut herüber gebracht... Oft nicht so schlimm wie ich vorher vermutet hätte bzw. nicht so arg ausgeführt, wofür ich sehr dankbar bin (Franziska ist immerhin ja wirklich ziemlich vorlaut, aber immer noch sehr maßvoll), aber man merkt schon, dass sich der gesellschaftliche Grundton sehr von dem Heutigen unterscheidet.
Der Konflikt ist allgegenwärtig - zwischen Leutnant Harten und Franziska im Kleinen oder der Bevölkerung und ihren "Besetzern" im Großen.

Was ich auch sehr bemerkenswert finde ist die Sprache. Hier hat die Autorin sehr darauf geachtet, dass es nicht zu modern wird. Zwar unserer heutigen Sprech-und Schreibweise sehr nahe, so dass es für uns flüssig ist, aber dahinein hat sie Wörter geflochten, die heute eher untypisch, aber perfekt für die damalige Zeit sind. Ebenso wurde auf Schreibweisen geachtet bei Städtenamen. So etwa Cöln statt dem heutigen Köln. Und in das ganz wurde auch immer wieder der Dialekte der Zeit und Region eingearbeitet. Ebenso kommen wir ein wenig in den Genuss alten Englishs bzw. Schottisch.

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Kurzum
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Eine wunderbare Geschichte im alten Preußen, mit einer leichten Liebesgeschichte, die einem die damalige Zeit näher bringt.

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Wem würde ich es empfehlen
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Klare Empfehlung für alle die gerne historische Romane lesen, welche in Deutschland, speziell im Rheingebiet, spielen.

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Bewertung
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★★★★★

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Dankeschön
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Vielen lieben Dank an die Autorin Maria W. Peter und den Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar.

Herzlichst,
eure Franzy

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