Sonntag, 25. Dezember 2016

★ Rotkäppchen und der Hipster-Wolf ★ Nina MacKay ★


Autor: Nina MacKay
Reihe: Band 1
Seiten: 380
Verlag: Drachenmond Verlag
Formate: eBook und Taschenbuch

╔═★══════╗
Vorab
╚══════★═╝
Ein viel gehypetes Buch, auf das ich eine ganze Weile gewartet hatte und das zumindest am Anfang nicht ganz das halten konnte, was ich mir versprochen hatte. Wieso? Und wie es mir insgesamt gefiel? Lest weiter unten =)

╔═★═════════╗
Klappentext
╚═════════★═╝
Im Märchenwald ist die Hölle los. Alle Happy Ends wurden gestohlen! Cinderella, Schneewittchen und Co. beschließen, ihre verschwundenen Prinzen zu retten, wozu sogleich eine “Verhöre-und-Töte”-Liste der Verdächtigen erstellt wird:
Wölfe töten
Hexen töten
böse Stiefmütter töten (wobei das oft mit Punkt 2 einhergeht)
böse Feen töten
Nur Red findet die Idee äußerst schwachsinnig. Doch dann taucht ein gutaussehender Hipster auf, der mehr über die verschwundenen Prinzen zu wissen scheint. Schnell stellt sich heraus, dass Everton eigentlich ein Werwolf ist und auf der Liste der durch die Prinzessinnen bedrohten Arten steht. Red bleiben plötzlich nur sieben Tage, um die Prinzen zu finden, bevor sie Ever ausliefern muss. Doch warum will gerade er eigentlich die Happy Ends zurückbringen? Benutzt er Red nur für seine eigenen Zwecke? Sicher ist jedoch: In Reds Leben nimmt ab sofort die Zahl der Hipsterwitze wahnwitzige Ausmaße an, sehr zum Leidwesen von Ever …
(Quelle: drachenmond.de)

╔═★══════════════════╗
Cover & innere Gestaltung
╚══════════════════★═╝
Das, dass Cover ein absolut geniales Cover ist steht glaube ich außer Frage. Mir gefällt es absolut gut, es passt perfekt und diese Mischung aus Märchen und Moderne ist ein absoluter Hingucker.

Wie immer beim Drachenmond Verlag ist es auch Innen absolut liebevoll gestaltet, aber seht selbst:

Außerdem finden sich zusätzlich noch ein paar wunderschöne Illustrationen von zwei verschiedenen Künstlern.

╔═★═══════╗
Meinung
╚═══════★═╝
Ein Buch bei dem ich mich anfangs fragte: „Das hast du jetzt? Signiert? Ohje..“
Doch nach ersten Startschwierigkeiten und vor allem zum Ende hin habe ich dann alles in einem neuen Licht gesehen und kann es nun wärmstens empfehlen. Doch der Reihe nach:
Zu Beginn sollte man wohl mit dem Anfang anfangen und das ist hier definitiv das Vorwort bzw. die Warnung: Hier werden wir gewarnt, dass man schräg angeschaut werden könnte, wenn man das Buch in der Öffentlichkeit liest und dann aus heiterem Himmel anfängt zu lachen. Ich kann mit sowas ja sehr gut leben, fand aber allein diese Einleitung schon witzig und war perfekt auf das Buch eingestimmt.

Gleich zu Beginn treffen wir mit Red auf Everton, den Hipsterwolf, und da ging es auch schon leise los mit den Startschwierigkeiten. Red hat sich permanent über ihn lustig gemacht. Wäre es nicht so übertrieben viel gewesen, hätte ich es wesentlich besser gefunden, aber so habe ich mich irgendwann gefragt ob sie nicht auch etwas Anderes kann. Und ja, das steht so im Klappentext, aber ich habe dann doch nicht mit so viel gerechnet... Im Nachhinein kann ich mir gut vorstellen, warum sie so war, aber sowas mochte ich schon immer nicht an anderen Mädels.
Hier hätte mich auch sehr Evers Sicht interessiert. Kurze Einschübe hätten da schon gereicht, aber mich hätte es sehr gefreut einen Einblick in seine Sichtweise zu bekommen und das nicht nur als Gegenpart, sondern weil ich mir gut vorstellen kann, dass er auch einiges zu erzählen hat.

Auch wenn Red in Everntons Gegenwart so ist, muss ich sagen, dass Red scheinbar die einzige „Normale“ in diesem Haufen ist. Wo Red nur ihre kleinen Momente hat, gehen mir die anderen Prinzessinnen permanent auf den Keks, wobei ich Rose da noch etwas ausklammern würde. Vielleicht liegt es daran, dass Red keine Prinzessin in dem Sinne ist und keinen Prinzen hat, aber dafür bin ich wirklich dankbar.
Als die Mädels dann die erste Hexe so richtig in die Mangel nehmen bin ich von Red positiv überrascht, denn sie kann sich nicht nur lustig machen, sondern auch clever sein.

Ansonsten sind die Figuren in ihren Grundzügen und Eigenschaften gut getroffen und man wüsste auch ohne die Namen wer, wer ist.
Am Ende sind die vier Prinzessinnen zwar immer noch nervig, aber nach dem Ende verstehe ich zumindest halbwegs warum sie so sind wie sie sind, denn dafür gibt es einen besonderen Grund und ich bin absolut gespannt wie es sich in der Richtung noch entwickelt.
Insgesamt muss ich sagen, dass Red auch nicht unschuldig und frei von diesem Prinzessinnengehabe ist, aber insgesamt ist sie einfach erwachsener und kann anders – an der Stelle muss ich auch ehrlich sagen, dass ich das Buch abgebrochen hätte, wenn es anders gewesen wäre.

Aber nun habe ich darüber genug gemäkelt und muss ehrlich sagen, dass wenn man den Anfang hinter sich hat man sich auf eine märchenhaft tolle Reise durch die verschiedenen Märchen und Märchenländer begibt. Ich habe es sehr genossen (da die anderen Prinzessinnen einfach nicht so oft aufgetaucht sind ;-) ) und fand das ganze Buch klasse in Szene gesetzt. Das Buch ist etwas ganz Besonderes und ich konnte mich dann richtig gut in die Geschichte fallen lassen.

Hin und wieder gab es Einschübe, in dem uns ein Erzähler in kurzen Episoden erzählt wie es den anderen so geht, nachdem Red mit Everton alleine unterwegs ist und diese kurzen Teile waren auch wirklich genug, weil die ganze Zeit das Problem von oben greift.
Und wieso weshalb warum das alles am Ende doch ein wenig Sinn ergibt und ich dann total baff war und es mir wirklich die Sprache verschlagen hat ob dieser Frage die am Ende über den alten Antihelden und den Prinzessinnen schwebt, dafür müsst ihr es selber lesen.
Ich gesteht auch ehrlich: Ich habe das Ende so nicht kommen sehen, also einen Teil davon, aber nicht das es noch so bedeutungsvoll wird und das es bei Red noch so verlaufen wird.

Jetzt bin ich ganz gespannt und kann es gar nicht erwarten endlich Band 2 in die Finger zu bekommen.
Für den Folgeband wünsche ich mir sehr, dass wir noch genug über Red lesen werden, denn am liebsten würde ich noch einen ganzen Band über sie lesen wollen. So hoffe ich zumindest sehr, dass es da weitergeht wo es aufgehört hat, denn das ist so wooow! Denn weitergehen soll es an sich mit Cinder und ich bin gespannt wie der Umschwung von der einen zur anderen Person stattfinden wird.

An dieser Stelle vielleicht noch kurz, dass dieses Buch meiner Meinung nach kein Jugendbuch ist (falls jemand auf die Idee kommen sollte). Letztlich ergibt alles einen Sinn und es hat seinen Grund, aber ich bin mir nicht sicher ob Jugendliche das unbedingt so fassen (zumindest nicht alle) und ich fände es ziemlich doof, wenn sie es wirklich nicht verstehen und sich dann so ein Weltbild anschauen.

╔═★══════╗
Kurzum
╚══════★═╝
Nachdem die anfänglichen Schwierigkeiten überwunden und man dem Ende zum Greifen nah ist, ergibt alles einen Sinn und es lässt mich ganz schön baff zurück – nichts ist wie es scheint...
Definitiv mal ein ganz anderer Blick auf die Märchenwelt.

╔═★═══════════════════╗
Wem würde ich es empfehlen
╚═══════════════════★═╝
Frühestens jungen Erwachsenen - es passiert zwar nichts Schlimmes, aber ich bin mir sonst nicht sicher ob Jüngere die Message verstehen oder sich sonst ein falsches Weltbild mitnehmen würden.

╔═★════════╗
Bewertung
╚════════★═╝
★★★★✰

╔═★═════════╗
Dankeschön
╚═════════★═╝
Vielen lieben Dank an Nina für die Bereitstellung des eBooks und spätr die schöne Signatur im Print :-)

Herzlichst,
eure Selena

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen